Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

„Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein umfassendes Konzept, das auf die systematische Integration der Nachhaltigkeitsperspektive in den Bildungsbereich zielt. Es geht weit darüber hinaus, Nachhaltigkeitsthemen zum Unterrichtsinhalt zu machen. Vielmehr sollen der Unterricht und die Schule insgesamt verändert werden.“ (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; https://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/das-leitbild-nachhaltigkeit-in-der-schule/).

Der Zeitraum 2004 bis 2014 wurde zur BNE-Weltdekade erklärt. Die Bemühungen um die Verankerung von BNE im Bildungssystem werden in einem Weltaktionsprogramm fortgesetzt. Im BNE-Portal finden Interessierte eine Vielzahl von Anregungen, das Thema „Nachhaltigkeit“ im Unterricht zu gestalten. (UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung; https://www.bne-portal.de/).

Auch wenn Skeptiker des deutschen Bildungssystems wie Jürgen Forkel-Schubert von der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie behaupten, dass sich Schule grundsätzlich schwer tut, auf aktuelle Anforderungen pädagogisch und institutionell zu reagieren und daher zweifeln, „ob die Schule das richtige Instrument ist, um das Leitbild in die Köpfe und vor allem die Herzen der Menschen zu transportieren“ (Rat für Nachhaltige Entwicklung; www.nachhaltigkeitsrat.de/Nachhaltigkeit und Schule), sind wir sicher, dass es keinen besseren Weg geben kann.

Der Begriff Nachhaltigkeit ist mittlerweile 300 Jahre alt und wurde in der Forstwirtschaft geprägt. Nachhaltig wirtschaften heißt dort, nicht mehr Bäume zu fällen als nachwachsen. Zeitgemäß bedeutet das, dass nachhaltig ist, was sowohl den Bedürfnissen der heute lebenden Menschen entspricht als auch die Möglichkeiten künftiger Generationen erhält. Auch in Zukunft soll die Menschheit in der Lage sein, ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Und damit wird Nachhaltigkeit zum Handlungsprinzip und – damit das gelingt – zum essentiellen Lerninhalt aller Fächer im schulischen Kanon. Leider eines mit einer verwirrenden Vielzahl von Ansatzpunkten. Eines, das viele Lehrkräfte resigniert zurück lässt, wenn sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. KURS-Zukunft macht Nachhaltigkeit konkret und fassbar. Bei der Begegnung von Jugendlichen mit der sie umgebenden Wirtschaft werden Zukunftsfragen greifbar. Schüler fragen nach, wie ihr Partnerunternehmen die Teller, die die Säulen der Nachhaltigkeit wie in einem Jonglierspiel repräsentieren, in Balance hält: Wie geht der Anspruch wirtschaftlich erfolgreich zu handeln einher mit der Frage dabei umweltverantwortlich zu sein und sich gleichzeitig sozial zu Beschäftigten, Zulieferern und Kunden zu verhalten. BNE – so klappt das.